Sophie Boissard, Generaldirektorin von Gares & Connexions
Gares & Connexions ist der fünfte und neueste Unternehmensbereich der SNCF. Seine Aufgabe ist die Renovierung und Entwicklung der 3.000 Bahnhöfe im Streckennetz. Neben der Bahnhofsverwaltung übernimmt Gares & Connexions auch Entwicklungs- und Investitionsprojekte für Bahnhöfe in Zusammenarbeit mit den Gebietskörperschaften und den Regionalverwaltungen. Zwei wichtige Ziele stehen im Zentrum der Aktivitäten von Gares & Connexions: Die Bereitstellung der Basisdienstleistungen in den Bahnhöfen und die Modernisierung bzw. Anpassung der Anlagen an moderne Anforderungen.
Ein Bahnhof ist zuallererst ein Verkehrsknoten, eine Plattform für den Übergang des Verkehrs einer Stadt zum Bahnverkehr und ein Kreuzungspunkt der verschiedenen Transportmittel. Die in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückten neuen Transportmittel, die erneuerte Straßenbahn und die neu gestalteten Nahverkehrsbahnen verstärken und erneuern die Verbindungen zwischen der Stadt und ihrem Verkehrssystem. Gares & Connexions ist nicht der einzige Akteur für eine nachhaltige Mobilität, aber doch ein sehr wesentlicher.
Das Gesetz vom 8. Dezember 2009 erteilt uns einen klaren Auftrag: Unsere Arbeit muss transparent, ohne jegliche Bevorzugung einer Partei und fair für alle Verkehrsbetreiber erfolgen, die einen Bahnhof benutzen wollen. Zu diesem Zweck wurden folgende Maßnahmen getroffen: Erstellung eines Pflichtenhefts, Überlegungen zur Unterbringung mehrerer Transportunternehmen in einem Bahnhof, Entwicklung eines Serviceangebots und einer dazugehörigen Preisliste für die Basisdienstleistungen, die einem Verkehrsbetreiber in einem Bahnhof angeboten werden, sowie die Bedingungen zur Raumaufteilung in einem Bahnhof. Die Eisenbahnregulierungsbehörde ARAF wird als eine Art Marktaufseher die Einhaltung der Marktgesetze überwachen. Dabei handelt es sich um eine unabhängige Behörde, die dafür sorgt, dass alle Verkehrsbetreiber in fairer Weise Zugang zum Leistungsangebot erhalten.




